Das Schöne an der Hannover-Messe: Sie ist so etwas wie das Gegenteil der Wirtschaftsprognosen mit ihren sich überbietenden Horrorszenarien. Beim Rundgang durch die Hallen bekommt man stattdessen eine kompakt reduzierte Essenz der Stimmung in Deutschlands Unternehmen. Ich war gestern vor Ort und gleich überrascht, wie wenig Panik und Krisengezeter dort zu hören war. Die Erwartungen der Unternehmen waren zwar verhalten, aber nicht hysterisch – was man von manchem Ökonomen in diesen Wochen nicht behaupten kann. Richtig gut ist die Stimmung bei allen, die irgendetwas mit Windkraft, Brennstoffzellen oder Solartechnologie zu tun haben, also die früher etwas spöttisch so genannte Ökotechnologiebranche.
Die USA, aber auch China und andere asiatische Länder investieren massiv in Technologie, die CO2-Emissionen senkt. Überall dort haben deutsche Firmen riesige Chancen. Ich habe mich davon persönlich überzeugt, zum Beispiel bei Voith Industrial Services Wind aus dem Ostseebad Rerik (Windenergie), bei SolarWorld (Photovoltaik), bei Airbus und Linde aus Hamburg (Wasserstoff und Brennstoffzellen), auch bei BMW und Robert Bosch, die sich mit schadstoffarmen Motoren beschäftigen.
Es hat richtig Freude gemacht, zuversichtliche Einschätzungen zu hören – die sind gerade schwer zu finden. Beim Mittagessen fiel mir mal wieder auf, was für ein Exot man als Frau auf so einer Messe ist. Es war ein Tag doch recht allein unter Männern. Zum Glück waren die Hostess und ich doppelblond.











