Ich gebe zu: Auch ich bin dem Kürzel-Wahn verfallen. Wenn es schnell gehen muss, also immer, zeichne ich Unterlagen mit SKM ab, für Silvana Koch-Mehrin. Das Kürzel hat sich eingebürgert. Und Verwechslungen waren bisher selten. Denn soweit bisher feststellbar, beschäftigt sich weder der Sozialdienst Katholischer Männer in Leverkusen (SKM) noch die Steuerberater Berlin-Kleinmachnow-Teltow (SKM) mit Fragen der europäischen Einigung und des Bürokratieabbaus. Auch die Segel-Kameradschaft Meersburg e.V. (SKM) ist europapolitisch noch nicht weiter aufgefallen. Doch jetzt bekomme ich Konkurrenz. Und ehrlich gesagt: Das ehrt mich.
Unsere pfiffigen niederländischen Freunde haben nämlich das Standardkosten-Modell (SKM) zur Messung von Bürokratiekosten erfunden. Und das entwickelt sich offensichtlich zum Exportschlager. In einer Pressemitteilung der Botschaft des Königreichs der Niederlande heißt es: ‘Inzwischen wird das SKM von 24 europäischen Staaten sowie der EU Kommission als Hilfsmittel für einen spürbaren Bürokratieabbau eingesetzt und auch Deutschland ist so zu beachtlichen Erfolgen gekommen.’ Also ich plane nicht, wegen Verletzung des Copyrights gegen das Königreich der Niederlande vorzugehen. Warum sich gegen Verwechslungen wehren, wenn SKM quasi zweimal für genau dasselbe steht? Ein Königreich für eine solche Abkürzung. Das passt.











