Silvana Direkt
16. September 2009

Powodzenia!

In den nächsten Wochen jähren sich die Ereignisse, die schließlich zur Deutschen Einheit geführt haben zum zwanzigsten Mal. Mit Jerzy Buzek, dem ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten, hat gestern zum ersten mal ein Osteuropäer seine Antrittsrede zum EU-Parlamentspräsidenten gehalten.

Dies war, auch zwanzig Jahre nach dem Ende der europäischen Teilung, eine besondere Stunde. Buzek war Mitstreiter des Solidarnosc-Kopfes Lech Walesa. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass diese mutige polnische Bürgerrechtsbewegung Inspirationsquelle für ähnliche Bewegungen in Osteuropa, so auch in der DDR war, ja diese erst ermöglichte und damit entscheidenden Anteil an der Deutschen Einheit hatte. Daran musste ich mit Dankbarkeit denken, als Buzek zum Pult schritt.

Es ist gut zu wissen, dass dieser Mann, der selbst noch Unterdrückung in einem Unrechtsregime erfahren hat, nun dem frei gewählten, demokratisch legitimierten EU-Parlament vorsteht. Das ist, auch heute, zwanzig Jahre nach dem Ende des Ostblocks, ein starkes Symbol. Ich freue mich auf Jerzy Buseks Amtszeit. Powodzenia! Viel Erfolg!