Der 1957 gegründete Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) ist ein beratendes Organ, das die sozialen und ökonomischen Interessen der Mitgliedsstaaten gegenüber dem Rat und der Kommission vertreten und durch seine fachliche Kompetenz diesen Institutionen zur Seite stehen soll.
Bevor Beschlüsse, die die Wirtschafts- und Sozialpolitik betreffen, gefasst werden, muss der Ausschuss gehört werden. Zusätzlich kann er jederzeit zu weiteren Themen Stellung beziehen, sofern sie ihm wichtig erscheinen. Er vertritt die “organisierte Bürgergemeinschaft”, die aus Arbeitgebern, Gewerkschaftern, Landwirten, Verbrauchern und anderen Interessensgruppen besteht.
Daher sind seine Mitglieder in drei Gruppen unterteilt: in die Gruppe der Arbeitgeber, die der Arbeitnehmer und eine weitere für Vertreter anderer wirtschaftlicher und sozialer Interessen. So soll er als Vermittler zwischen den Bürgern und den Institutionen der EU wirken. Auch pflegt er gute Kontakte zu Drittstaaten, z.B. in Mittel- und Osteuropa und Lateinamerika, in die er häufig Delegationen entsendet, um in Sachen Demokratie beratend tätig zu werden.Text











