" />
Glückwunsch zum Quoten-Ehrgeiz von Heiko Maas

Silvana Koch-Mehrin, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin der liberalen Fraktion im EP (ALDE) zur Europäischen Richtlinie über Frauenquote in Aufsichtsräten, begrüßt die Ankündigung von Justizminister Heiko Maas, ein Gesetz zur Frauenquote in den ersten 100 Tagen vorzulegen: “Als  Liberale bin ich für faire Wettbewerbschancen. Die gibt es derzeit für Frauen nicht. Eine Quote wird zwangsläufig überholte Strukturen aufbrechen. Das Europäische Parlament hat deshalb mit großer Mehrheit die Einführung einer Quote für die Aufsichtsräte beschlossen. Ich beglückwünsche Heiko Maas zu seinem Ehrgeiz, dass er nicht auf die Fristen zur Umsetzung der EU-Vorgaben warten will, sondern ein eigenes Gesetz vorlegen wird. Gerade in Deutschland ist ein Quotengesetz nötig, wie aktuelle Entwicklungen zeigen.”

Laut dem „Managerinnen-Barometer“ 2014 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) manifestiert sich die Unterrepräsentation von Frauen in Spitzenpositionen der großen deutschen Unternehmen weiter. In den DAX-30-Unternehmen fiel der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder gar um 1,5% auf nun 6,3%, in den 200 größten Unternehmen liegt der Frauenanteil in den Vorständen bei 4,4% (+ 0,4%) und in den Aufsichts-/Verwaltungsräten bei 15,1% (+ 2,2%).

Das DIW Managerinnen-Barometer beobachtet die Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen deutschen Unternehmen durch Männer und Frauen. Seit 2006 wird dazu einmal jährlich die Zahl der Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen ausgewertet. Später kamen die DAX-30-, M-DAX-, S-DAX- und TecDAX-Unternehmen sowie die Beteiligungsunternehmen des Bundes hinzu. (Quelle: DIW)