Gruppe der FDP im Europäischen ParlamentAllianz
Mein Liberalismus
 

Vielfalt, Chancengleichheit und persönliches Verantwortungsbewusstsein

Das liberale Gedankengut begann seinen historischen Weg als Philosophie der Freiheit. Als erste politische Bewegung räumte es der Freiheit und Gleichheit des einzelnen Bürgers Vorrang vor der Macht des Staates ein. Liberalismus stand somit im starken Widerspruch zu der absolutistischen Herrschaftsform, die die Politik zu jener Zeit in Europa dominierte.

Dank seiner politischen Überzeugungskraft setzte sich der Liberalismus in Europa Schritt für Schritt durch und gestaltete somit die Grundlagen des modernen Staats, wie zum Beispiel die individuellen Grundrechte, den Schutz von Minderheiten, die Gewaltenteilung und die Rechtsbindung staatlicher Gewalt.

Heute steht unsere Gesellschaft wieder vor gewaltigen Umbrüchen auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher sowie sozialer Ebene. Und wieder bietet der Liberalismus eine Lösung – Freiheit. Denn nur durch Freiheit können Vielfalt, Chancengleichheit und persönliches Verantwortungsbewusstsein entstehen – die Grundlagen für eine Welt in Frieden und Wohlstand.

Das ist meine liberale Grundhaltung, aus der sich all meine Politik ableitet.

 

Durch Freiheit zur Vielfalt

Vielfalt in der Marktwirtschaft heißt Wettbewerb. Die Dynamik des Wettbewerbs regt neue Ideen und Leistungsbereitschaft an. Nur so kann Forschung und Innovation in Europa wieder florieren und die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene gesichert werden. Einschränkungen des Wettbewerbs und Leistungshemmnisse in Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung hätten zur Folge, dass die Wirtschaftsregion Europa schon bald von anderen Weltregionen abgehängt werden würde.

Vielfalt in der Gesellschaft heißt Toleranz. Toleranz muss die Grundhaltung einer jeglichen Gesellschaft in unserer globalisierten Welt sein. Nur so kann Frieden gewahrt werden. Auch im Inneren der eigenen Gesellschaft muss Toleranz gegenüber Minderheiten ein Grundsatz sein. Denn jeder Mensch hat das Recht, seine Lebensform frei zu wählen und bei der Frage nach dem Sinn des Lebens nach eigenen Antworten zu suchen. Intoleranz ist ein Verstoß gegen die Menschlichkeit und erstickt die Vielfalt.

 

Durch Freiheit zur Chancengleichheit

Als Liberale bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch das Recht hat, seine eigenen Lebensziele zu bestimmen in Einklang mit seinen Neigungen und Begabungen. So steht Liberalismus nicht nur für die Gleichheit vor dem Gesetz, sondern auch für Chancengleichheit in der Gesellschaft. Als Politikerin versuche ich, diese Chancengleichheit durch die Sicherung von Zugangsmöglichkeiten zum Beispiel zu Informationen, Märkten, Erfahrungen etc. zu wahren. Denn je mehr Zugangsmöglichkeiten jedem Einzelnen zur Verfügung stehen, desto mehr Chancen bieten sich, seine Lebensziele zu realisieren.

 

Freiheit durch Verantwortung

Liberalismus will die größtmöglichste Freiheit des Einzelnen. Die Freiheit des Einzelnen findet jedoch ihre Grenzen an der Freiheit der anderen. Folglich sind individuelle Freiheiten und persönliches Verantwortungsbewusstsein untrennbar.

Das Fehlen dieses persönlichen Verantwortungsbewusstseins kann man heutzutage nur zu häufig bemerken: Zu viele Pflichten und Verantwortung beim Staat haben dazu geführt, dass unser Gemeinwesen nicht mehr finanzierbar ist und dass Eigenengagement in unserer Gesellschaft verloren geht.

Deshalb möchte ich als Liberale, dass die starre Regeldichte staatlicher Bürokratien und Großorganisationen ersetzt und wieder mehr Verantwortung dem Bürger übertragen wird.

Natürlich gibt es Situationen, in denen der Bürger auf Hilfe angewiesen sein kann und der Staat auch zur Hilfe kommen sollte. Jedoch muss generell dem Bürger wieder mehr zugetraut werden, um Eigeninitiative anzuregen.

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