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Press Release: Silvana Koch-Mehrin appointed as rapporteur on the proposal for a directive on gender quotas

Brussels, 11.12.2012 – The Alliance of Liberals and Democrats for Europe appointed Silvana Koch-Mehrin as their rapporteur on the proposal for a directive on gender quotas for the boards of Europe’s biggest companies.

Silvana Koch-Mehrin: “I would like to thank my colleagues for the trust they put in me. The European Liberals support Viviane Reding´s proposal for a female quota. A balanced proportion of both genders is not only a question of equality but foremost of competitiveness. According to the EU Commission, boards are currently dominated by one gender: 85% of non-executive board members and 91.1% of executive board members are men, while women make up 15% and 8.9% respectively. The State should only intervene where the market fails. Businesses have been given the chance to self-regulate but did not deliver. There is no other way forward but a quota.”

On 14 November the College of Commissioners adopted the proposal for a directive which opened the legislative procedure on the EU level. The European Parliament will start its deliberations in January 2013.

The Title of the Directive: “Improving the gender balance among non-executive directors of companies listed on stock exchanges and related measures”

Deutsche Version:

Die Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten im Europäischen Parlament (ALDE) hat heute Silvana Koch-Mehrin zur Berichterstatterin der ALDE für den Richtlinien-Vorschlag zur Einführung einer Geschlechterquote in börsennotierten großen Unternehmen in der EU ernannt.

Silvana Koch-Mehrin: “Ich danke meinen Kollegen für das Vertrauen. Die europäischen Liberalen und Demokraten unterstützen Viviane Redings Vorschlag für eine Quote. Eine ausgeglichene Teilhabe von Frauen und Männern in Entscheidungspositionen ist sowohl eine Frage der Gleichberechtigung als auch der Wettbewerbsfähigkeit. Nach Angaben der EU-Kommission werden die Leitungsorgane der Unternehmen europaweit von einem Geschlecht beherrscht: 85 Prozent der nicht geschäftsführenden Direktoren bzw. Aufsichtsratsmitglieder und 91,1 Prozent der geschäftsführenden Direktoren bzw. Vorstandsmitglieder sind Männer, während Frauen in diesen Positionen nur zu 15 Prozent bzw. 8,9 Prozent vertreten sind. Der Staat sollte nur das regeln, was die Wirtschaft nicht selbst kann. Der Vertrauensvorschuss, den die Liberalen in den Markt hatten, ist in dieser Frage aufgebraucht. Ohne eine Quote geht es nicht mehr.”

Am 14. November hatte die Kommission den Entwurf der Richtlinie verabschiedet. Nun kann der Gesetzgebungsprozess auf europäischer Ebene beginnen, die Beratungen im Europäischen Parlament fangen im Januar 2013 an.

Titel der Richtlinie: “Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den nicht geschäftsführenden Direktoren/Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften und die damit zusammenhängende Maßnahmen”

Abrufbar unter: http://ec.europa.eu/justice/gender-equality/files/womenonboards/directive_quotas_de.pdf