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Russland wird neues Mitglied in der WTO
In Genf findet derzeit die achte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) statt. Heute wird sie den Beitritt Russlands befürworten. Ein Schritt der sowohl aus multilateraler wie aus bilateraler Sicht von enormer Bedeutung ist, denn die EU ist Russlands gröster Handelspartner. Nach 18 Verhandlungsjahren wurde der bisher längste WTO-Beitrittsprozess abgeschlossen.
Die Vorzüge dieser neuen Partnerschaft liegen für den EU-Handelskommissar Karel De Gucht klar auf der Hand: „Durch die Mitgliedschaft in der WTO verbessern sich die Bedingungen für den Handel mit diesen Ländern und das multilaterale Handelssystem wird insgesamt gestärkt.“
Russland ist die weltweit größte Volkswirtschaft, die sich den Regeln der Welthandelsorganisation bisher noch nicht angeschlossen hatte. Die Mitgliedschaft in der WTO, die voraussichtlich Ende August 2012 in Kraft tritt, und der Abschluss der laufenden Verhandlungen über das neue Abkommen, können sich als wichtiger Baustein für den Ausbau der bilateralen, wirtschaftlichen Integration erweisen.
Als Berichterstatterin meiner Fraktion zuRussland im Handelsausschuss des EU-Parlaments, freue ich mich über diese positiven Entwicklungen und werde die Handelsbeziehungen zwischen Russland und der EU weiterhin aufmerksam im Ausschuss für internationalen Handel verfolgen.
Nach den USA und China ist Russland mit einem Anteil von 8,6% am EU-Handel im Jahr 2010 der drittgrößte Handelspartner der EU. Gleichzeitig ist die Europäische Union mit einem Anteil von 45,8% (im Jahr 2010) größter Handelspartner am Gesamthandel des Landes Russland. 2010 waren das immerhin 244 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist die EU mit Abstand der wichtigste Investor in Russland, mehr als 75% der Auslandsinvestitionen stammen aus der EU.
Was verändert sich nun durch den Beitritt Russlands in die WTO? Zum einen erwartet die Kommission zusätzliche EU-Ausfuhren im Wert von fast 4 Mrd. Euro pro Jahr geben (Einfuhr und Ausfuhrzölle nicht mitgerechnet). Zudem soll Russland seinen Markt für Dienstleister in Zukunft liberaler gestalten. So werden die zentralen Bereiche des Handels mit Waren und Dienstleistungen von dieser neuen Mitgliedschaft in der WTO profitieren.
Neben Russland wird die WTO am 17. Dezember auch die Beitritte von Montenegro und Samoa als neue Mitglieder befürworten.

In Genf findet derzeit die achte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) statt. Heute wird sie den Beitritt Russlands befürworten. Ein Schritt der sowohl aus multilateraler wie aus bilateraler Sicht von enormer Bedeutung ist, denn die EU ist Russlands gröster Handelspartner. Nach 18 Verhandlungsjahren wurde der bisher längste WTO-Beitrittsprozess abgeschlossen.

Die Vorzüge dieser neuen Partnerschaft liegen für den EU-Handelskommissar Karel De Gucht klar auf der Hand: „Durch die Mitgliedschaft in der WTO verbessern sich die Bedingungen für den Handel mit diesen Ländern und das multilaterale Handelssystem wird insgesamt gestärkt.“

Russland ist die weltweit größte Volkswirtschaft, die sich den Regeln der Welthandelsorganisation bisher noch nicht angeschlossen hatte. Die Mitgliedschaft in der WTO, die voraussichtlich Ende August 2012 in Kraft tritt, und der Abschluss der laufenden Verhandlungen über das neue Abkommen, können sich als wichtiger Baustein für den Ausbau der bilateralen, wirtschaftlichen Integration erweisen.

Als ständige Berichterstatterin meiner Fraktion zu Russland im Handelsausschuss des EU-Parlaments, freue ich mich über diese positiven Entwicklungen und werde die Handelsbeziehungen zwischen Russland und der EU weiterhin aufmerksam im Ausschuss für internationalen Handel verfolgen.

Nach den USA und China ist Russland mit einem Anteil von 8,6% am EU-Handel im Jahr 2010 der drittgrößte Handelspartner der EU. Gleichzeitig ist die Europäische Union mit einem Anteil von 45,8% (im Jahr 2010) größter Handelspartner am Gesamthandel des Landes Russland. 2010 waren das immerhin 244 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist die EU mit Abstand der wichtigste Investor in Russland. Die Kommission geht davon aus, dass mehr als 75% der in Russland getätigten Investitionen aus der EU stammen.

Was verändert sich nun durch den Beitritt Russlands in die WTO? Zum einen erwartet die Kommission zusätzliche EU-Ausfuhren im Wert von fast 4 Mrd. Euro pro Jahr geben (Einfuhr und Ausfuhrzölle nicht mitgerechnet). Zudem soll Russland seinen Markt für Dienstleister in Zukunft liberaler gestalten. So werden die zentralen Bereiche des Handels mit Waren und Dienstleistungen von dieser neuen Mitgliedschaft in der WTO profitieren.

Neben Russland wird die WTO am 17. Dezember auch die Beitritte von Montenegro und Samoa als neue Mitglieder befürworten.